knock knock.
heute habe ich meinen schreibtisch und mein zimmer ein wenig aufgeräumt.
habe geschirr gespült.
und während alldem meinen rechner formatiert und neu installiert.
der war, nachdem da ein fremder usb-stick dransteckte, total zerschossen.
nun ist er ganz sauber strukturiert noch, innen, die verzeichnisstruktur und all das.
auf meiner externen festplatte herrscht brüllendes chaos. ich habe angefangen alles bisschen zu sortieren, vor lange her schonmal, versuche das nun fortzuführen.
sachen ordnen kann ich manchmal gut.
wenn es um die ordnung in meinem leben geht, dann allerdings eher nicht, schaut man sich den prozess, den werdegang, und die resultate an.

wäsche gewaschen habe ich auch.
mein magen schreit nach essen.
einkaufen war ich auch.
heiss ist es hier auch.
diverse überweisungen habe ich getätigt.
für wirre interneteinkäufe und für die miete, das war gerade noch so drin.
meinen stand im dispo dürfte ich nicht einmal im herzen des entlegensten waldes flüstern.

die punks haben, so wie es aussieht, ihr besetztes haus hier um die ecke ausgebrannt.
ich lief da zum getränkekaufen müde dran vorbei.
die saßen da alle bisschen desorientiert, vokü futternd, in großer schar, davor.
alles was noch zu retten war, bzw. gerettet werden sollte, hatten sie offenbar aus den fenstern geworfen.
sofas, räder, kram und krempel lag kreuz und quer auf dem gehweg.
oder sind hier schon wieder riots von denen ich nichts mitbekomme?

ich trinke neuerdings wieder wein, das ist weniger zu schleppen.
ich schreibe strukturiert und lustlos.
so wie meine stillen tage in berlin.

martin hiller
07.06.2007


Zwischen den Jahren 2000 und 2008 führte Martin Hiller ein tagebuchartiges, größtenteils nicht öffentlich zugängliches Tage-/Logbuch. Es entstand ein Textkorpus mit Löchern und Launen. Die Kategorie „Lochbuch“ versammelt ausgewählte Einträge.

7. Juni 2007

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